Do’s, Don’ts & Warnsignale 🚩🚩🚩🚩
Nicht alle Schmuckmetalle sind gleichwertig, besonders wenn sie in ein Piercing eingesetzt werden.
Von ASTM F136 Titan in Implantatqualität und 925er Sterlingsilber bis hin zu vagen „Legierungen“ und markenrechtlich geschützten Metallnamen – es ist wichtig zu wissen, was man tatsächlich trägt.
Hier sind die wichtigsten Do’s, Don’ts und Warnsignale, auf die du achten solltest. ✨
DO: Achte auf anerkannte Materialstandards
Die genaue Ausdrucksweise ist wichtig.
Für frische und abheilende Piercings ist ASTM F136 Titan in Implantatqualität eines der Materialien, die von professionellen Piercern häufig empfohlen werden. ASTM F136 steht für einen spezifischen Standard einer Titanlegierung und nicht nur für den vagen Begriff „Titan“.
Für abgeheilte Piercings kann 925er Sterlingsilber für viele Menschen eine schöne Option sein.
Der wichtige Punkt? Suche nach klaren, anerkannten Materialangaben anstatt nach Marketing-Floskeln.
Gute Zeichen:
✓ ASTM F136 Titan in Implantatqualität
✓ 925er Sterlingsilber
✓ Klar ausgewiesener Reinheitsgrad bei massivem Gold
✓ Klar deklariertes Basismaterial unter der Plattierung
DON’T: Vertraue nicht blind auf „Legierung“ ohne weitere Informationen
🚩 „Legierung“ ist eines unserer größten Warnsignale.
Eine Legierung ist eine Mischung aus Metallen. Wenn ein Unternehmen einfach nur „Legierung“ angibt, ohne zu sagen, was diese enthält, weißt du nicht wirklich, was du dir in dein Piercing einsetzt.
Das Gleiche gilt für Begriffe wie:
❌ Premium-Legierung
❌ Metalllegierung
❌ Proprietäre Metallmischung
❌ „Luxusmetall“ ohne anerkannte Materialspezifikation
Deine Ohren verdienen mehr Informationen als das.
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DON’T: Ersetze echtes Metall nicht durch einen markenrechtlich geschützten Namen
Wir sehen immer mehr Marken, die eigene Namen für ihre speziellen Metall- und Legierungsmischungen erfinden.
Ein markenrechtlich geschützter Name mag beeindruckend klingen, aber was ist tatsächlich darin enthalten?
Ein Markenname für ein Metall ist nicht unbedingt ein Problem. Das Warnsignal ist, wenn die Marke nicht gleichzeitig das zugrunde liegende Material klar offenlegt.
Wenn du nicht einfach herausfinden kannst, woraus der Schmuck besteht, würden wir zweimal darüber nachdenken, ihn in ein Piercing einzusetzen.
DON’T: Verwechsle ein Herstellermarken-Zeichen nicht mit einem Metall-Stempel
Ein weiteres Detail, auf das du achten solltest, ist Schmuck, der nur mit einem Hersteller- oder Markenlogo gekennzeichnet ist, ohne entsprechende Information über das Metall.
Ein Herstellermarken-Zeichen sagt dir, wer das Stück gefertigt oder gelabelt hat. Es sagt dir nicht zwingend, woraus das Stück besteht.
Zum Beispiel steht 925 für die Feinheit von Sterlingsilber. Ein Markenlogo oder Initialen allein liefern nicht dieselbe Materialinformation.
Sehr kleine Schmuckkomponenten werden nicht immer einzeln gestempelt, daher bedeutet das Fehlen eines Stempels nicht automatisch eine schlechte Qualität. Die wichtigere Frage ist, ob das Unternehmen das verkaufte Material klar benennt und belegen kann.
DON’T: Gehe nicht davon aus, dass „Titan“ oder „Chirurgenstahl“ alles aussagt
„Titan“ klingt toll, aber welche Güteklasse (Grade)?
„Chirurgenstahl“ klingt beruhigend, aber welche Spezifikation?
Achte bei Piercingschmuck, insbesondere bei frischen Piercings, auf mehr als nur grobe Beschreibungen und finde genau heraus, welches Material du kaufst.
DO: Prüfe, was sich unter dem Gold befindet
Goldfarben bedeutet nicht zwangsläufig massives Gold.
Schmuck kann aus massivem Gold bestehen, eine Goldplattierung auf 925er Sterlingsilber aufweisen, eine Gold-PVD-Beschichtung auf Titan in Implantatqualität besitzen oder auf einem ganz anderen Basismetall plattiert sein.
Überprüfe immer, was sich unter dem Gold-Finish befindet.
DO: Behandle frische Piercings anders
Ein frisches Piercing ist eine heilende Wunde.
Setze nicht voreilig Modeschmuck ein, nur weil dir das Design gefällt. Befolge den Rat deines professionellen Piercers und trage geeigneten Piercingschmuck, während die Wunde heilt.
Sobald alles vollständig abgeheilt ist, wird deine Schmuckauswahl deutlich größer.
Die Rapunzille Metall-Regel ✨
Wenn du Piercingschmuck kaufst, frage:
Woraus besteht es tatsächlich?
Wenn du ASTM F136 Titan in Implantatqualität, 925er Sterlingsilber oder klar identifiziertes Massivgold siehst, hast du aussagekräftige Informationen über das, was du kaufst.
Wenn du „Legierung“, einen ungeklärten, markenrechtlich geschützten Metallnamen, vage Marketingbegriffe oder nur ein Herstellerlogo ohne klare Materialangabe siehst, solltest du Fragen stellen. 🚩
Dein Schmuck sitzt unglaublich nah an deinem Körper. Du verdienst es zu wissen, was darin enthalten ist.
Und wenn du bereits über dein nächstes Piercing oder Ear-Stack nachdenkst, lies unsere Piercing-Guides unbedingt bis zum Ende durch. Manchmal verstecken wir dort eine Kleinigkeit nur für unsere Blog-Leser. 👀✨
Piercing-Haftungsausschluss
Dieser Leitfaden dient lediglich der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar. Materialien und Piercings können sich bei jedem unterschiedlich auswirken. Bei frischen, gereizten oder problematischen Piercings solltest du immer den Rat eines seriösen, professionellen Piercers oder medizinischen Fachpersonals einholen.